Das Profil "Spanische Welten" zu Besuch in Valencia

Unsere Sprachenfahrt nach Valencia im Profil „Spanische Welten“ stand ganz im Zeichen des interkulturellen Austauschs zwischen uns und den valencianischen Austauschschüler:innen.

 

Im Mittelpunkt der Reise stand die Idee eines Projekts, das bereits ein Jahr zuvor im Unterricht unter dem Thema „Feste in Spanien und Lateinamerika“ begonnen hatte: die Frage, warum Menschen feiern – und was uns über kulturelle Grenzen hinweg verbindet.

 

In Valencia wurde daraus gelebte Realität. Gemeinsam mit unseren Austauschschüler:innen aus der Schule Colegio Purísima Torrent erlebten wir die Stadt aktiv und in enger Zusammenarbeit: bei einer Schnitzeljagd durch die Altstadt, bei Präsentationen über Feste aus Deutschland und Spanien, beim Verhandeln von Mandarinenpreisen in der Markthalle sowie bei praktischen Aufgaben im Schulgarten, wo wir Gemüse und Kräuter einpflanzten.

 

Auch kreative Zusammenarbeit spielte eine große Rolle – etwa bei den Sorolla-Standbildern am Strand, inspiriert von Joaquín Sorolla, die anschließend mithilfe von KI in Kunstwerke verwandelt wurden.

 

Ein besonderer Einblick in das spanische Schulleben entstand beim Besuch der Privatschule Colegio La Purísima in Torrent.

 

Besonders auffällig waren dabei der respektvolle Umgang zwischen Lehrkräften und Lernenden, das Duzen der Lehrkräfte, das günstige Schulessen sowie der gepflegte Schulhof.

 

Interessant war außerdem, dass Vorschul- und Grundschulkinder auf einem gemeinsamen Campus lernen, ihre Pausen jedoch zeitlich getrennt verbringen. Auch die sprachliche Situation unterschied sich deutlich: Während in Hamburg viele Sprachen im Alltag präsent sind, dominieren in Valencia Spanisch und Valencianisch.

 

In der Schule waren überall an den Fluren und im Foyer Schülerprodukte ausgestellt, und das war schön anzusehen.

 

Neben dem Schulalltag bot die Reise weitere gemeinsame Erlebnisse – etwa den Besuch eines Fußballspiels von Levante DU vs. Oviedo (zweite Liga), bei dem wir die besondere, familienfreundliche und sehr friedliche Stadionatmosphäre erleben konnten.

 

Nach der Schule besuchten wir die beeindruckende la Ciudad de las Artes y Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften), die uns mit ihrer modernen Architektur sofort begeistert hat. Besonders spannend fanden wir das Hemisfèric (Kino und Planetarium), das Oceanogràfic (Aquarium) und das Museo de las Ciencias (Wissenschaftsmuseum).

 

Viele der futuristischen Bauwerke wurden von Santiago Calatrava entworfen. Zum Abschluss schauten wir im Hemisfèric eine Tierdokumentation auf Spanisch. Sagen wir so: Die Tiere haben wir verstanden. Den Rest… könnt ihr euch ausdenken.

 

Ein kultureller Höhepunkt war schließlich das gemeinsame Erleben der Fallas. Jeden Tag gab es die Mascletà (Feuerwerksknall-Show) auf der Plaza del Ayuntamiento (Rathausplatz).

 

Laut ist dabei übrigens untertrieben. Man fühlte die Explosionen im ganzen Körper. Bei der Plantà (Aufbau der Figuren) wurden riesige, kunstvolle Figuren in der Stadt aufgestellt – teilweise so groß, dass man sich fragt, wie sie überhaupt stehen bleiben.

 

Die 27 Meter hohe Charlie-Chaplin-Figur „HOPE“ war das zentrale Highlight der Fallas 2026 in Valencia und steht als Symbol für Hoffnung, Menschlichkeit und Frieden, in Zeiten von  aktuellen Kriegen. Dann kam am letzten Tag die Cremà (Verbrennung der Figuren): Alle Kunstwerke gingen in Flammen auf. Klingt traurig – ist aber ein riesiges Spektakel.

 

Ein bisschen verrückt? Ja.
Unvergesslich? Absolut.

Text: Naim

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